dies und das

 

Auslandsbeschulung der Roman-Herzog-Schule

 

Seit 2007 beschult die Roman-Herzog-Schule auch Schüler mit besonderem Förderbedarf in Island und Rumänien.

Von den Jugendämtern ausgewählte Schüler und Schülerrinnen sind dort in Gastfamilien untergebracht und versuchen dort ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Die Maßnahme wurde vom Martinswerk Dorlar ins Leben gerufen und hat professionelle Pädagogen vor Ort, die nun von der Jugendhilfeeinrichtungen "Let´s go" getragen werden. Diese koordinieren die Maßnahme mit ihren Projektleitern und sorgen auch gegebenenfalls für notwendige Einzelbetreuung.

Nach Einsicht in die Maßnahmen vor Ort konnte ich mir ein Bild machen von den Schülerinnen und Schülern und ihren Gastfamilien auf Island und in Rumänien, sowie von den kompetenten und gastfreundlichen Mitarbeitern.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen Wochenpläne und Materialien zur Bearbeitung per Mail, die dann per Post oder Fax bearbeitet zurückkommen.

Insgesamt wurden im Schuljahr 2007/2008 18 Schüler in dieser Form beschult und erhielten ein den Leistungen entsprechendes und beschreibendes Zeugnis.

In einiger Entfernung sieht man hier eine Farm auf Island, auf der sich eine Jugendliche zurzeit aufhält. Die Gastfamilien wurden auf Island besonders auf diese Jugendliche vorbereitet.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch die Maßnahme in Rumänien, da dort ein besonders familiärer Umgang mit den Schülern gepflegt wird. Hier haben die Schüler auch die Möglichkeit von professionellen Lehrern nach individuellem Stundenplan unterrichtet zu werden. Einige gelungene Zusammenarbeit macht es möglich, die Stofferteilung aus Deutschland mit gewünschtem Lern- und Arbeitsverhalten und Methodenkompetenz der Schüler durch die Lehrer vor Ort zusammenzubringen.
 


Auch unsere ehemaligen Schüle
r der Roman-Herzog-Schule haben dort familiären Anschluss gefunden und die Möglichkeit, sich sozial und emotional dort zu integrieren. Ansprüche müssen von ihnen zurückgeschraubt und Konsumverhalten reflektiert werden.
Auch nach der Beschulung werden den Schülerinnen und Schülern Perspektiven für ihre Zukunft aufgezeigt. Nach Beendigung des Aufenthaltes ist es notwendig, das Gelernte dort auch in Deutschland umsetzen zu können. Dazu bedarf es gründlicher "Nachsorge", die von Lehrern, Eltern und Erziehern nachhaltig geleistet werden muss.
Es bleibt der Eindruck eines gelungenen Auslandsprojektes un der Wunsch, diese Einrichtung weiter unterstützen zu können.


Barbara Bender
Sonderschullehrerin


Brilon, 18.Juli 2008