dies und das
Berufsorientierungscamp kam gut an
Brilon
Insgesamt 20 Schüler und Schülerinnen der Roman-Herzog-Schule Brilon haben
es geschafft: Fünf Tage lang kämpften sie sich durch immer neu
Herausforderungen im Berufsorientierungscamp am Sorpesee.
Sie überwanden Treibsand und ließen sich vom gigantischen Spinnennetzen
nicht am Weitergehen hindern. Sie bewahrten auf meterlangem Seilenparcour über
einen Bach trockene Füße und besiegten den See in Kanus. Später in
selbstgebauten Flößen und quasi frei schwebenden Brettern in zehn Metern Höhe
bewiesen sie ein Höchstmaß an Nerven und Konzentration. Zum Start in ihre
Beruforientierung wagte sich die Gruppe an neuartige Aufgaben, vorbereitet und
begleitet vom professionellen MOSAIK-Trio Mark Stelter, Oliver Barkow und Swen
Schneider und ihren Mitarbeitern. Ihnen gelang es, ihr Firmen-Motto "team
spirit and adventure" an die Roman-Herzogler weiterzugeben. Nicht
weniger herausfordernd waren weit alltäglichere Aufgaben: In Hausteams
wurde gefrühstückt und zu Mittag gegessen, Ordnung und Sauberkeit in den
Häusern mussten organisiert und ein würdiger Empfang für Chefs, Auszubildende
und Berufsberater vorbereitet werden.
Denn neben den Erlebnissen im Team
ging es auch um Informationen: Was ist wichtig beim Einstieg in das Arbeitsleben?
Was muss ich können, wie muss ich mich benehmen, wie sichere ich mir Chancen
bei Bewerbungen? Auf diese und viele weitere Fragen gaben Franz-Josef Steinberg
vom Landgasthof Steinberg in Sundern und Eduard Appelhans von der Firma
Sorpetaler Fensterbau mit ihren Azubis Antwort.
Möglich wurde das Berufsorientierungscamp der Roman-Herzog-Schule durch
Fördermittel aus dem Innovationsprojekt "Zukunft fördern - vertiefte
Berufsorientierung gestalten" der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der
Bundesagentur für Arbeit und des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule
und Weiterbildung sowie der Stiftung Partner für Schule NRW. "Die Schülerinnen
und Schüler sollten die Chance haben, wichtige Basisfähigkeiten wie z.B.
Durchhaltevermögen, Zähigkeit, Teamgeist, Neugier, Mut bei sich selbst zu
entdecken oder zu entwickeln. Durch die gemeinsamen Erlebnisse während des Camps
gestärkt können sie, so hoffen wir, mit einer realistischen Zuversicht ihre
Auseinandersetzung mit ihren Berufswünschen und -möglichkeiten in Angriff
nehmen. Sie sollen wissen, dass sie Perspektiven haben. Wir betrachten das
Berufsorientierungscamp als Initialzündung für den Berufsfindungsprozess", klärt
Silke Gareis vom Organisationsteam der Roman-Herzog-Schule.
Die Schüler und Schülerinnen nutzten ihre Chance: "Wir haben ganze neue
Erfahrungen gemacht, uns gegenseitig geholfen und alles miteinander
hingekriegt!“, fasst Nadja Rotella, Schülerin der Klasse 8, das ungewöhnliche
Erlebnis zusammen.
Zeitungsartikel Westfalenpost vom 05.09.2008